Welche Ergebnisse hat die im Jahr 2010 durchgeführte energetische Sanierung des im Jahr 1932 erbauten Einfamilienhauses gebracht?Besonders deutlich wird die Einsparung von Energie für Heizung und Warmwasserbereitung beim Vergleich des jährlichen Energieverbrauchs vor und nach der energetischen Sanierung.
Weitere Erkenntnisse bringt die Gegenüberstellung der Heizkennlinien, die vor und nach der Sanierung ermittelt wurden.
Extrapoliert man die beiden Ausgleichsgeraden bis zur Ordinate, so erhält man die Heizleistungen, die an Tagen mit einer mittleren Temperatur von minus 20°C erforderlich wären. Sie betrug vor der energetischen Sanierung 16 KW, danach war sie auf 6 KW reduziert. Voraussetzungen für den Erfolg der Sanierungsmaßnahme waren die gute Planung und die Bauüberwachung durch einen erfahrenen Bauingenieur. Er sorgte dafür, dass die Wärmeisolierung aller Teile der Gebäudehülle, also von Dach, Fassade, Fenster, Türen und Kellerdecke, angemessen verbessert wurde.
Wir entschieden uns zudem für eine Fußbodenheizung, also für niedrige Vorlauftemperaturen als Voraussetzung für den effizienten Einsatz der Brennwerttechnologie des Heizkessels. Außerdem suchten wir nach einem Gas-Brennwertkessel mit großem Modulationsbereich und einer Nennleistung, die die oben genannten 6 KW möglichst wenig überschreitet. Gewählt wurde das Modell GEMINOX THRi 0.9-9C, das ohne zu Takten eine bedarfsgerechte Wärmeleistung zwischen einem und neun Kilowatt liefern kann. Die Warmwasserversorgung wird ganzjährig von einem Sonnenkollektor (Fläche = 5 m²) unterstützt. In der Zeit von Anfang Juni bis Ende August kann er diese Aufgabe vollständig übernehmen, sodass der Heizkessel in dieser Zeit ausgeschaltet werden kann. |